Dieses Lied ist so ziemlich das älteste auf der CD, ich schrieb es irgendwann Anfang 1999, so genau weiß ich es nicht mehr. Damals war ich musikalisch noch nicht informiert und probierte einfach irgendwas an der Gitarre aus. Erst jetzt fällt mir auf, dass das Lied von der Harmonien eigentlich recht interessant ist, es schwebt zwischen den Tonarten h-Moll (bzw. D-Dur) und dem G-Dur, das die eigentliche Tonart ist.

Textlich drückt es eine Sehnsucht aus, die mich schon so oft in die Arme des Vaters getrieben hat: die Sehnsucht nach dem Ankommen, der Heimat, der Ruhe. Es ist eines der Lieder des Albums, das sich am leichtesten auch im Gebetsraum oder in Lobpreiszeiten singen lässt, weil der Text eigentlich jeden anspricht.

Es ist eines der beiden Lieder, in denen Benjamin Kelbers Stimme die Hauptrolle spielt. Ich finde, sie klingt hier sehr gefühlvoll, echt und sanft.

Das Producing stammt hier schwerpunktmäßig von David Hüger. Er hatte das Stück richtig opulent und orchestral arrangiert, mit viel Steigerung und Effekt. Doch ganz kurz vor Fertigstellung der CD kam ihm auf einmal: jetzt ist es kein „Heimkommen“ mehr. Und so strich er fast alles wieder weg und lies das Lied so nackt und simpel stehen, wie es jetzt ist.

Mich erinnert es ab 1:15 min an eine betende Jazz-Session. Der Upright-Bass, Rhodes und das leichte Schlagwerk berühren mich in ihrer Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Und dazu der warme Alt von Veronika Lohmer, deren Stimme (sie ist ja ausgebildete Jazz-Musikerin) hier einfach  die ideale Ergänzung ist. Meine Lieblingsstelle ist 2:40-2:50, die dann in einen total originellen Cello-Lauf mündet, den Benjamin komponiert hat. Ich mag das Lied 🙂 Und es ist der persönliche Favorit von Coproducer David Hüger.

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