Archive für den Monat: Januar, 2014

Mit großer Freude sehen wir den raschen Erfolg von „Augenlieder“! Allein auf der MEHR wurde das Album über 700 mal verkauft: insgesamt 1500 mal in den ersten 6 Wochen!! Doch es kommt noch besser. Mit SCM Hänssler hat die größte christliche Verlagsgruppe Deutschlands Interesse an „Augenlieder“ angemeldet, nachdem man die Platte dort ganz begeistert in Händen gehalten und angehört hatte. So werden wir also ab Februar auch im Vertrieb und in der Werbung von SCM Hänssler sein!! Wir freuen uns auf alles Weitere!!

 

 

 

 

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Das ist ein weiteres Lied, das ziemlich spontan im Gebetsraum entstand. Dort gibt es interessante musikalische Phänomene, zum Beispiel etwas, das wir „Vocal Selah“ nennen, das bedeutet: eine freie melodiöse Improvisation, die nur aus gesungenen Vokalen besteht. Und als die so spontan entstandene Melodie kam der jetzige Refrain während einer meiner ruhigen Lobpreissessions auf einmal zustande (übrigens zusammen mit Steffi Witopil und Verena Gattner). Zugegeben: die Melodie hat gewisse Ähnlichkeiten zu dem Lied „My deliverer is coming“ von Rich Mullins. Erst hatte ich ein bisschen Hemmungen, eine Melodie zu verwenden, die diesem Lied so ähnlich ist, doch dann überwog meine Freude an dem neuen Lied. Also: eine kleine Hommage an das Genie von Rich Mullins 😉

Erst als wir diese schöne Melodie schon etliche Minuten lang gesungen hatten, kam mir die Textidee dazu. Und der Text ist vielleicht nicht gerade der einfachste. Leitend war für mich die Metapher vom „inneren Garten“, ein Motiv, das sich bereits im Hohenlied und dann in der gesamten mystischen Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit (besonders in der Karmelmystik) immer wieder findet. Die Seele des Menschen als Garten, den Gott sich selbst bereitet hat, um dort Gemeinschaft mit ihm zu haben. Ich hatte von diesem Bild bereits 1994 zum ersten Mal gehört und es hat mich nie wieder losgelassen. Es gibt nicht nur das äußerlich Sichtbare, es gibt in mir auch einen Ort, der für Gott allein ist. O möge dieser Ort doch schön sein für ihn, möge er gerne immer dort wohnen!

Bereits 2002 hatte ich ein Kommunionlied geschrieben, in dem es hieß: „Komm herein, was verschlossen war, soll offen sein“. Nun fand diese Textidee eine neue Verwendung.

Die zweite Strophe ist eine der zerbrechlichsten Textteile des ganzen Albums. Sie entstand erst deutlich später (und ziert auch die Innenseite des CD-Paks) und bringt eine neue Nuance, die mir mittlerweile sehr wichtig geworden ist.

„In mir schläft ein Lied, das niemand kennt. Ein Name, bei dem allein Dein Mund mich nennt. Auch wenn Tränen falln an diesem Ort, unser Lied erklingt dort.“

In mir und in jedem Menschen gibt es ein Geheimnis. Gibt es eine tiefere Wahrheit und eine verborgene Persönlichkeit, die das übersteigt, was wir selbst über uns wissen. Er weiß Dinge über mich, die nicht mal ich selbst weiß. Er kann die Mitte meiner Persönlichkeit und das Tiefste in meinem Geheimnis auf eine Art und Weise ansprechen, wie nie ein Mensch das kann. Dieses Geheimnis ist in der Regel immer ein schönes und schmerzhaftes zugleich. Am persönlichsten und tiefsten Punkt meines Selbst begegne ich dem Geheimnis Gottes, doch immer auch dem eigenen Schmerz. So kann dieser Ort der Begegnung auch der Ort sein, an dem die Tränen fallen. Ja, die tiefste Begegnung mit Gott und mit mir selbst wird sogar unweigerlich auch diese Begegnung mit dem Schmerz beinhalten. Und doch ist dieser Ort der Ort, an dem das neue Lied der Freiheit und des verwandelten Lebens erklingt.

Musikalisch ist dieses Lied auch ein bisschen „anders“. Die Melodie, mit der die Strophe endet (unser „Liiiiieeeeeeed“) ist sicherlich ungewöhnlich für ein Lobpreislied und erinnert eher an klassische Komposition. Und auch die Harmonien sind vielleicht eher Spätromantik als Pop. Und doch lässt sich das Lied eigentlich ganz gut singen.

Sehr froh bin ich über das wunderschöne Gitarrenspiel von Johannes Beering. Johannes ist selbst Lobpreisleiter und Songwriter. Er studiert klassische Gitarre und arbeitet im Gebetshaus mit, was eine große Bereicherung für uns ist. Ich freue mich jedes Mal an dem herrlichen Klang seiner Nylonsaiten.

Außerdem mit dabei ist Verena Gattner bei diesem Lied (sie singt die vokalen Verzierungen, also die „Ahs“ und „Ohs“ im Hintergrund, die dem Ganzen etwas Elfenhaftes verleihen. Voll schön!

Ich hab dieses Stück etwa vier mal im Studio am Steinway eingespielt. Und beim letzten Take brach dieses Piano-Solo aus mir heraus – es war nicht geplant. Ich wollte eigentlich nur ein bisschen Unsinn machen. Doch Gerhard Wölfle, der Dorian Gray Tonmaster, ermutigte mich, einen Teil dieses Solos noch einmal zu spielen, weil es echt schön war. Und so wurde es dann auch: am Schluss also noch einmal eine etwas wildere Klavierpassage nach diesem doch sehr zarten, von der Gitarre bestimmten Stück. Es ist ziemlich an den Anfang des Albums platziert, weil es für uns wie eine Einladung ist, mit diesem Album tiefer ins Gebet und tief an den verborgenen Ort zu kommen, an dem Gott auf Dich wartet. Mögest Du dieser Einladung oft folgen!!

Bedimgungslos_ArtworkEin weiterer Traum geht im Erfüllung! Wir drehen ein Musik-Video zu „Bedingungslos“. Nähere Infos folgen, doch soviel steht schon fest: es wird natürlich sehr künstlerisch, sehr poetisch und sehr SCHÖN. Alles andere würde ja nicht zu „Augenlieder“ passen.

Das wird dann ein Augenlied, das auch ein Fest für das Auge wird.

Auf Idealisten.net, der Jugendseite der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, ist eine Rezension von „Augenlieder“ erschienen. Es ist die bisher erste, aber definitiv nicht die letzte 😉

Danke an die Idealisten! Hier gehts zur Rezension. 

Das ist eines der ältesten Lieder des Albums. Zusammen mit „Nimm mich auf“ entstand es 1999, ich war damals 20 und schrieb die Lieder für unsere Jugendgruppe „FCKW“, wo wir sie auch jahrelang sangen.
Aufgewachsen bin ich in Metten, wo es auch ein Benediktinerkloster gibt. Unter den vielen eindrucksvollen Erinnerungen an Metten sind auch die Bilder, Gerüche und Töne der Vesper an den Nachmittagen der Hochfeste, bei der ich manchmal als Ministrant mitwirken durfte. Vesper, das bedeutet eigentlich Abendgebet. An Hochfesten wird dieses Gebet auf Latein gesungen. Zu diesem Anlass ziehen die Mönche in die festliche Barockkirche ein und tragen die eigens eingeübten gregorianischen Choräle vor.
Als Ministrant war es mitunter meine Aufgabe, für den Weihrauch zu sorgen. Das Aufsteigen des duftenden Gewölks wurde unterstrichen durch einen Vers aus dem Psalm, der tatsächlich in der Sonntagsvesper gesungen wurde:“ Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf; als Abendopfer gelte vor dir, wenn ich meine Hände erhebe.“ (Ps 141,2)

Das Lied entstand ziemlich schnell und ziemlich spontan auf der Gitarre. Die etwas ungewöhnlichen Akkorde der Strophe sind für Gitarristen leichter nachzuvollziehen: man kann das A, das G und das F durch Verschieben des gleichen Griffes mit drei Fingern spielen, eigentlich ziemlich simpel. Die Auflösung über E zurück zu A im Refrain fand ich schon immer sehr kraftvoll. 

Ursprünglich war „Du bist heilig“ ein sehr ruhiges Lied. Erst 2012 begann ich, es wieder öfter im Gebetsraum zu spielen. Und dabei zeigte es seine kraftvolle Seite und die diversen Codas entstanden: „Ich lebe um Dich zu verehr’n“ und „Alles in mir ist zu Deinem Lob!“.
Als wir begannen, das Lied zu arrangieren, hatten wir einen Chor von Leviten vor Augen, die sich im salomonischen Tempel auf ihren Dienst vorbereiteten. Alttestamentliche Leviten sind es zwar nicht, doch es freut uns, dass der Chor der Lobpreisleiter des Gebetshauses Augsburg im Endteil des Liedes zu hören ist.