Heute ist ein besonderer Tag! Erstmal ist es das absolut wichtige Datum für mich: genau heute vor 20 Jahren habe ich mich ganz bewusst entschieden, Jesus nachzufolgen und ihm mein Leben zu geben!

Dass ausgerechnet beute das Mastering meiner eigenen CD abgeschlossen ist, freut mich total.

In den letzten Wochen gab es noch extrem viel zu entscheiden. Als Producing-Novize hatte ich noch keine Ahnung, wieviel Arbeit und Kunstfertigkeit in dem steckt, was NACH den Aufnahmen noch passiert. „Postproduction“ nennt man das so schön.

Konkret sah das so aus: Benjamin, Veronika und ich schrieben uns Dutzende von Mails, tauschten uns aus, sammelten Ideen, warfen Details nochmal über den Haufen, nahmen Zusätzliches auf… Ein absolut intensiver, nicht immer nur einfacher, aber sehr „reicher“ kreativer Prozess.

Im Oktober kam dann noch David Hüger als Coproducer mit an Bord, der zuvor schon die BonusTrack-Edition von „Du darfst alles“ produziert hatte. David, zuletzt in der Assistenz für „Voice of Germany“ tätig, brachte nochmal jede Menge kreative Ideen und Expertise mit rein.

Und so konnte Mitte Oktober das Mixing beginnen. Und das machte Gerhard Wölfle, Senior Mixing Engineer bei den Dorian Gray Studios, Eichenau. Für Laien (ich wusste das auch nicht): Dorian Gray ist eines der professionellsten Studios Europas. Die Liste derjenigen, die dort produziert haben, ist Ehrfurcht gebietend: Alanis Morisette, Konstantin Wecker, Joe Cocker, Johannes Oerding, Revolverheld, Quadro Nuevo. Direkt vor unserem Mixing nahmen „Max Raabe und Palast Orchester“ auf. Rolling Stones, Skorpions, Bananafishbones, Guano Apes, Reamonn… die Liste ließe sich verlängern.

Die Arbeit mit Gerhard Wölfle war total angenehm und vom ersten Song konnte man gleich hören: hier ist wirklich Exzellenz am Start. Und so vergingen 2 Wochen des weiteren Gestaltens: hier bitte noch ein bisschen weniger Hall, hier etwas weniger von der Zweitstimme und dafür mehr vom Klavier… Richtig begeistert hat mich, wie natürlich Gerhard alle Stimmen rüberkommen lässt. Er hatte schon die Aufnahme des Steinway-Flügels geleitet: mit 6 Mikrophonen aufgenommen kommt der richtig füllig und dabei doch zart und nah rüber. Ich finde, das Album klingt absolut „echt“ und natürlich und dabei absolut nicht „zaghaft“.

Als wir im Studio waren, fiel mir gleich eine schrankgroße Holzkiste auf, die da rumstand. Gerhard erklärte uns, dass das ein mechanisches Hallgerät ist – das erste seiner Art aus den 50ern. Es erzeugt den Hall nicht „synthetisch“ sondern durch das tatsächliche Schwingen von Metallplatten. Auf „Augenlieder“ könnt Ihr diesen Hall erahnen. Zum Beispiel auf meiner Stimme in „Ort der Hingabe“: das klingt nicht hallig, sondern nur „voll“. Ich mag diesen Sound sehr.

Nach dem absolut professionellen Mixing folgte das Mastering durch Dieter Pimiskern, der nicht nur Senior Mastering Engineer bei Dorian Gray ist, sondern auch Christ und mich schon auf Radio Horeb gehört hatte 🙂 Jetzt klang das Ganze noch runder, wärmer und in sich stimmig. Auch hier: absolut tolle Arbeit (ich hoffe, nicht nur wir hören sie 😉

Heute geht das Ding ans Presswerk und ich freue mich schon sehr, wenn Ihr das, was ich jetzt gerade höre, auch bald hören könnt!

Dicke Credits an:

Arrangement, Recording und Producing: Benjamin Kelber
Coproducing: David Hüger
Flügelaufnahme und Mix: Gerhard Wölfle @ Dorian Gray Studios, Eichenau
Mastering: Dieter Pimiskern @ Dorian Gray Mastering, Eichenau

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